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WER PLANT DIE STADT?


Veranstaltungsreihe 2008 des BDA Nordrhein-Westfalen
vom 16.10. bis 03.11.2008

Eigentlich ist alles ganz klar. Die demokratisch gewählten Vertreter der Stadt planen mit hauseigenen oder beauftragten Planern die Entwicklung, die die Stadt zukünftig nehmen soll. Doch was, wenn der Gestaltungswille zwar vorhanden, aber die hauseigenen Planer abgebaut wurden und für Beauftragungen kein Geld da ist, mithin die Gestaltungskraft fehlt? Und was, wenn der mit dem Gestaltungswillen unzufriedene Bürger seinen Vertretern den Planungsauftrag per Bürgerentscheid entzieht?

Wer füllt dann die Lücke? Der nicht wirklich ernst genommene Bürger? Der unter Generalverdacht stehende Investor? Der innerstädtische Einzelhandel?
Eine private Stiftung? Ein Verein „Unternehmer für die Stadt“? Was tritt an die Stelle einer auf das Allgemeinwohl zielenden Planung der öffentlichen Hand?
Soziales Engagement, handfeste Interessenvertretung, privatwirtschaftliche Orientierungshilfe für eine der wichtigsten kommunalen Aufgaben?

Immer häufiger werden neue Wege und neue Partner für die Stadtentwicklung gesucht. Öffentlich-private Partnerschaft wird als Modell propagiert, bei dem von der Stadt, was private Initiative erstellt, in bindendes Recht umgesetzt wird. Doch können Private, kann die Wirtschaft kompensieren, was die Stadt nicht mehr leisten kann? Und vor allem, darf sie es?

Der BDA möchte diese und weitere kritischen Fragen in zahlreichen Veranstaltungen landesweit aufwerfen und mit den dort betroffenen Bürgern sowie den Akteuren des örtlichen Planungsgeschehens über aktuelle Initiativen, Projekte und Verfahren diskutieren.

Einige der Ergebnisse sollen in das abschließende „BDA-Gespräch“ auf Landesebene einfließen, das sich aufgrund der Aktualität in mehreren NRW-Städten schwerpunktmäßig mit Masterplanprozessen auseinandersetzen wird.

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